Neues vom Rungholtforscher Andreas Busch
1921 hatte der Nordstrander Heimatforscher die Rungholtforschung begründet, doch erst 1963 ehrte ihn die Universität in Kiel mit der Ehrenmedaille.
So könnte naheliegend erscheinen, die Entdeckungen von Andreas Busch bei Südfall seien in ihrer Bedeutung erst spät (an)erkannt worden. Guido Schmitz stieß jetzt auf eine Quelle, die diese Sicht infrage stellt.
In „Das verflossene Jahr“ im „Jahrbuch des Nordfriesischen Vereins für Heimatkunde und Heimatliebe“ (Heft 11, 1924, erschienen im Verlag von C. F. Delff in Husum, S. 142f.) findet sich von Dr. Peters (Husum), Vorsitzender der Redaktionskommission, ein Bericht über die Jahresversammlung am 16. Sept. 1923 zu Sande bei Stedesand.
Darin heißt es:
„Im Mittelpunkt der heimatkundlichen Forschung stand natürlich das Rungholt-Problem. Nach der Aufsehen erregenden Entdeckung, die Andreas Busch in unserem letzten Jahrbuch behandelt, war das Interesse aller Freunde der nordfriesischen Geschichte auf jenes Wattengefilde gerichtet. Jeder war begierig, durch weitere Funde eine Bestätigung der Busch`schen Forschungsergebnisse zu erhalten.
Am 3, Pfingststage des Jahres war es endlich einer Anzahl von Interessenten, u.a. den in Husum wohnenden Vorstandsmitgliedern unseres Vereins, vergönnt, die Trümmer des alten Landes mit eigenen Augen zu sehen.
Daß Andreas Busch mit seiner Behauptung Recht hat, kann kaum noch bezweifelt werden, wenn es auch noch nicht gelungen ist, Funde zu machen, die eine genaue Zeitbestimmung der fraglichen Katastrophe zu ermöglichen.
Auf einer zweiten Fahrt, im August, gelang es uns, 2 schwere Kupfer- oder Bronzekübel und 3 irdene Gefäße zu finden, die auch für die Frage der Datierung von hohem Werte sind.
Herr Landrat Dr. Clasen bringt der Rungholt -Forschung großes Interesse entgegen, und seinen Bemühungen werden wir es hoffentlich zu verdanken haben, daß künftighin alljährlich eine Bestandsaufnahme auf der Trümmerstätte erfolgt und diese unter behördlichen Schutz gestellt wird, sodaß nicht jedermann befugt ist, daselbst Grabungen vorzunehmen. Es ist nämlich dringend zu wünschen, daß kein Rungholt-Fund in Privatbesitz kommt, also der Allgemeinheit verloren geht, sondern daß alles hier in Husum gesammelt wird, um demnächst eine Rungholt-Abteilung in Ludwig-Nissen-Hause zu bilden. [...]“
„Soeben erfahre ich zu meiner Freude, daß der Herr Regierungspräsident für die Rungholt- Forschung beim Minister des Innern die schleunige Bereitstellung laufender Mittel – zunächst 400 Mk. – beantragt hat, und Herr Landrat Dr. Clasen teilt mir mit, daß er bis zur Bewilligung dieser Simme bereit ist, Geld aus Kreismitteln zur Verfügung zu stellen.“
Aus der Quelle geht hervor, daß mit der Entdeckung von Andreas Busch schon nach 3 Jahren sogar Landrat, Regierungspräsident und Innenministerium befasst waren, das Rungholtgebiet unter behördlichen Schutz gestellt und Mittel zur Forschung bereitgestellt werden sollten.
[ Der Nordstrander Heimatverein wird versuchen herausfinden, was aus diesen Vorhaben geworden war...]
Das Buch: r Hallig Nordstrandischmoor ist erschienen!
Dieses Buch stellt in einer Lese- und Bilderreise durch 4 Jahrhunderte Lüttmoor von ihrer Entstehung 1634 bis zur Gegenwart dar. In individuellen Beiträgen der ehemaligen und jetzigen Bewohner, der Halliglehrer, der Pastoren,… soll die Geschichte der Hallig, das Leben auf der Hallig früher und heute sowie der ständige Kampf mit der Nordsee dokumentiert werden. Aber auch der damit verbundene Küstenschutz, die Tier- und Pflanzenwelt auf der Hallig und im Wattenmeer werden interessierten Lesern auf etwa 280 Seiten zugänglich gemacht.
Das Buch ist käuflich zu erwerben auf der Insel in Kaufläden, Gaststätten,…
oder bei Holger Winkel, Süderhafen 14, 25845 Nordstrand, Tel.04842-9007070 oder per Mail: holger.winkel@gmx.de Preis : 29,50 €
Eine große Anzahl Gemeindemitglieder war am
Pfingstmontag 2026 im Pfarrgarten versammelt
um unseren Pastor Thorsten Wiese zu verabschieden.
Unser stellvertretender Probst Peter Schuchardt
nahm die Zeremonie vor.
Wir danken ihm für alles was er an uns Gutes getan hat
und wünschen unserem scheidenden Pastor
und seiner Familie für den weiteren Lebensweg
alles erdenklich Gute und Gottes Segen.
Der Vorstand des Heimatvereins.
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in der Rubrik "PERSÖNLICHES"
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Eine Replik des "Sturmflutkelches"
ist ab sofort im "Andreas Busch Inselmuseum" zu sehen!
letzte Änderung: 24.08.2026
