Rückschau über Veranstaltungen


Der plattdeutsche Nachmittag des Nordstrander Heimatvereins.

Aus den Husumer Nachrichten

Hobby-Autoren begeistern mit Erinnerungen op platt

Nordstrand


Das Restaurant "Zur Nordsee" war bis auf den letzten Platz besetzt.

 

Er ist nicht mehr wegzudenken aus dem kulturellen Leben der Halbinsel, der plattdeutsche Nachmittag des Nordstrander Heimatvereins. Gut 100 Gäste begrüßte Sabine Knappe-Gröger, Vorsitzende der Sparte Sprachentwicklung für Nordstrand, in der Gaststätte „Zur Nordsee“. „Lüüde, wat löppt de Tiet“ – so hieß das Motto. Besinnliche, nachdenklich stimmende und lustige Geschichten zum Thema Zeit gab es zu hören. Das Besondere daran: Mitglieder der Sparte hatten sie selbst geschrieben und sich überhaupt das erste Mal als Autoren betätigt. Geplant ist, so verriet die Sparten-Chefin, im kommenden Jahr ein Buch aufzulegen, in dem die Begebenheiten wiederzufinden sind.

Reichlich Applaus erhielten die Autoren für ihre Beiträge, die sich mit der gar so flüchtigen Zeit und den damit verbundenen Veränderungen auseinandersetzten. Aktuelle Themen, wie Klimawandel und die Folgen für die Insel- und Halligwelt, die politisch schwierige Lage einschließlich der Situation der Flüchtlinge, aber auch Geschichten um Pferde, die in den Nachkriegsjahren noch vor Pflüge gespannt wurden, allerdings von Schuljungen-Streichen nicht verschont blieben, oder von einem auf dem Nordstrander Damm entlaufenen Schwein, das es satt hatte, auf dem kleinen Transporter auf die Halbinsel gebracht zu werden, ließen die Schreiber nicht aus.
 


Die Leiterin der Plattdeutschen Runde moderierte die gelungene Veranstaltung in der gewohnt souveränen Form

Ein weiterer Beitrag mahnte, mit der Zeit zu gehen, nicht die Augen vor Chancen zu verschließen, die sich derzeit besonders für die nachfolgenden Generationen bieten, nämlich beim Thema Glasfaseranschluss. Würde Nordstrand abgehängt werden, hätte gar niemand etwas davon.

Natürlich trugen die Hobby-Autoren ihre Werke selbst vor, mit dabei Heinke und Bernhard Paulsen, Heidrun Biernat, Gunhild Kühlmann, Jugge Hansen, Holger Winkel und Sonja Petersen. Zu Herzen gingen die musikalischen Beiträge von Rolf Appelles. Knut Kiesewetters „Freesenhoff“ mit dem prasselnden Kaminfeuer und Nachbarn davor, die – ähnlich wie an diesem grauen Novembertag – auch nicht gern allein zu Haus sitzen, konnte sich jeder gut vorstellen. Auch das Lied vom „Leven op’e Hallig“, in dem die bange Frage unter die Haut ging, nämlich „holt sich das Meer eines Tages das Land zurück?“. Wie bei Appelles üblich, gab es auch Lieder zum Mitsingen.

 

„Das war ein gelungener Nachmittag. Es war alles dabei. Die Geschichten haben für sehr viel Gesprächsstoff gesorgt“, fand der Nordstrander Jens-Johann Jacobsen.

rah


Die „Plattdeutsche Runde“ unter dem Dach des Heimatvereins wurde vor über 35 Jahren von Ida Thater gegründet und hat sich der Pflege der Sprache verschrieben. Bewahren, sammeln, weitergeben, miteinander platt sprechen und lesen – das alles passiert an jedem ersten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr im Archivraum des Vereins im Nommensenhaus auf der Kirchwarft Odenbüll. Auch sind die Akteure mit ihrem Projekt „Plattdeutsch für die Kleinen“ im Kindergarten in Aktion. Neue Teilnehmer sind willkommen. Info: www.nordstrander-heimatverein.de oder 04842/900371 (Knappe-Gröger).

Hinweis:  Im Jahresbericht STRANDGUT Anfang 2019 finden Sie einen ausführlichen Bericht zu dieser Veranstaltung.



Sommerausflug 2018
Am Sonntag, 12.August 2018, hatte der Heimatverein zu seinem diesjährigen Sommerausflug eingeladen. Und mit einem voll besetzten Reisebus ging es an die Ostküste unseres Landes. Ziel war die Schlei mit dem alten Wikingerort Haithabu und der Stadt Schleswig mit Wikingturm, Dom und der Fischersiedlung Holm. Und als kleines Extra gab es einen Abstecher zum Danewerk.  Beide, Haithabu und das Danewerk, sind in jüngster Zeit in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen worden.  -  Die Reiseleitung lag, wie schon in den letzten Jahren,  in den bewährten Händen von Boy-Friedrich Erichsen.
 

Der Organisator der Reise, Holger Winkel, beim wichtigen Kassemachen am Beginn der Fahrt

Auf dem Weg zur Waldemarsmauer und zum Danewerk

Beim Mittagsessen im Wikingturm

Alle waren schon im Bus, außer …

Busfahrer und Reiseleiter



Pressetermin am Grabstein von Andreas Busch
An seinem 135. Geburtstag am 16.06. d. J. hatte der Heimatverein zu einem Pressetermin am Grab des Begründers der Rungholtforschung eingeladen.
Die PALETTE hat den folgenden Artikel von M. G. Schmitz veröffentlicht, den wir hier mit freundlicher Genehmigung der Redaktion in unsere Homepage einstellen.

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letzte Änderung: 16.12.2018

 

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