Aktuelles


„Kleine Sensation“

für das Andreas-Busch-Inselmuseum
 
An Pfingsten 1921 hatte der Nordstrander Heimatforscher Andreas Busch bei Südfall die Überreste von Rungholt entdeckt. Zur Entdeckungsgeschichte zeigte das Andreas-Busch-Inselmuseum bislang in Kopie -1- Zeitungsbericht aus dem Jahre 1962. Im September 2026 stieß der Nordstrander Journalist und Historiker Guido Schmitz per Internetrecherche in einem Leipziger Antiquariat auf ein O r i g i n a l der Erstveröffentlichung von Andreas Busch über „Die Entdeckung der letzten Spuren Rungholts“ aus dem Jahr 1923. Es handelt sich um Heft 10 des Jahrbuchs des Nordfriesischen Vereins (S. 3-33 plus 2 Karten sowie Fotos) und wird nach dem sofortigen Ankauf in Kürze im Museum auf Nordstrand zu sehen sein.
 
Bemerkenswert ist u.a.: Der Nordfriesische Verein war 1902 gegründet worden und hatte von 1904 bis 1913 -8- Jahrbücher herausgebracht; dann unterbrach der 1. WK alle weiteren Aktivitäten. Erst 1922 erschien als Heft 9 ein erstes Jahrbuch nach dem Krieg; gerade mal 32 Seiten stark und ohne jegliche Abbildung. Die jetzt beschaffte Erstveröffentlichung über A. Buschs Entdeckung ist in diesem Jahrbuch 1923 der 1. Beitrag, er alleine umfasst über 30 Seiten und enthält -8- SW-Abbildungen sowie 2 Karten, eine davon in F a r b e!
 
Dass die Bedeutung von Buschs Entdeckung schon f r ü h erkannt worden war, geht auch aus dem ebenfalls erworbenen Original des o.a. Jahrbuchs aus 1924 hervor.
Wer möchte, kann mit Museumshandschuhen in Kürze im Nordstrander Andreas-Busch-Inselmuseum selbst diese Originale sichten und nachlesen, dass sich mit A. Buschs Rungholtforschung schon 1924 Landrat, Regierungspräsident und Innenministerium befasst hatten und eine Unterschutzstellung des Rungholtgebietes vorgesehen war und Forschungsmittel bereitgestellt werden sollten.
 
Die Suche nach den ersten Zeitungsberichten über Andreas Buschs Entdeckung dauert an. Selbst kurze Artikel könnten helfen zu klären, warum die berühmt gewordenen Schleusenüberreste von Rungholt nach ihrer Entdeckung 1921 noch über 40 Jahre lang in der Nordsee Wind, Wetter und Wellen ausgesetzt blieben, bevor sie 1962 geborgen wurden.

Stand 16.09.2026


 
 

Stand 24.08.2026
Neues vom Rungholtforscher Andreas Busch
 
1921 hatte der Nordstrander Heimatforscher die Rungholtforschung begründet, doch erst 1963 ehrte ihn die Universität in Kiel mit der Ehrenmedaille.
 
So könnte naheliegend erscheinen, die Entdeckungen von Andreas Busch bei Südfall seien in ihrer Bedeutung erst spät (an)erkannt worden. Guido Schmitz stieß jetzt auf eine Quelle, die diese Sicht infrage stellt.
 
In „Das verflossene Jahr“ im „Jahrbuch des Nordfriesischen Vereins für Heimatkunde und Heimatliebe“ (Heft 11, 1924, erschienen im Verlag von C. F. Delff in Husum, S. 142f.) findet sich von Dr. Peters (Husum), Vorsitzender der Redaktionskommission, ein Bericht über die Jahresversammlung am 16. Sept. 1923 zu Sande bei Stedesand.
 
Darin heißt es:
„Im Mittelpunkt der heimatkundlichen Forschung stand natürlich das Rungholt-Problem. Nach der Aufsehen erregenden Entdeckung, die Andreas Busch in unserem letzten Jahrbuch behandelt, war das Interesse aller Freunde der nordfriesischen Geschichte auf jenes Wattengefilde gerichtet. Jeder war begierig, durch weitere Funde eine Bestätigung der Busch`schen Forschungsergebnisse zu erhalten.
Am 3, Pfingststage des Jahres war es endlich einer Anzahl von Interessenten, u.a. den in Husum wohnenden Vorstandsmitgliedern unseres Vereins, vergönnt, die Trümmer des alten Landes mit eigenen Augen zu sehen.
 
Daß Andreas Busch mit seiner Behauptung Recht hat, kann kaum noch bezweifelt werden, wenn es auch noch nicht gelungen ist, Funde zu machen, die eine genaue Zeitbestimmung der fraglichen Katastrophe zu ermöglichen.
 
Auf einer zweiten Fahrt, im August, gelang es uns, 2 schwere Kupfer- oder Bronzekübel und 3 irdene Gefäße zu finden, die auch für die Frage der Datierung von hohem Werte sind.
Herr Landrat Dr. Clasen bringt der Rungholt -Forschung großes Interesse entgegen, und seinen Bemühungen werden wir es hoffentlich zu verdanken haben, daß künftighin alljährlich eine Bestandsaufnahme auf der Trümmerstätte erfolgt und diese unter behördlichen Schutz gestellt wird, sodaß nicht jedermann befugt ist, daselbst Grabungen vorzunehmen. Es ist nämlich dringend zu wünschen, daß kein Rungholt-Fund in Privatbesitz kommt, also der Allgemeinheit verloren geht, sondern daß alles hier in Husum gesammelt wird, um demnächst eine Rungholt-Abteilung in Ludwig-Nissen-Hause zu bilden. [...]“
„Soeben erfahre ich zu meiner Freude, daß der Herr Regierungspräsident für die Rungholt- Forschung beim Minister des Innern die schleunige Bereitstellung laufender Mittel – zunächst 400 Mk. – beantragt hat, und Herr Landrat Dr. Clasen teilt mir mit, daß er bis zur Bewilligung dieser Simme bereit ist, Geld aus Kreismitteln zur Verfügung zu stellen.“
 
Aus der Quelle geht hervor, daß mit der Entdeckung von Andreas Busch schon nach 3 Jahren sogar Landrat, Regierungspräsident und Innenministerium befasst waren, das Rungholtgebiet unter behördlichen Schutz gestellt und Mittel zur Forschung bereitgestellt werden sollten.
 
[ Der Nordstrander Heimatverein wird versuchen herausfinden, was aus diesen Vorhaben geworden war...]

 

Eine große Anzahl Gemeindemitglieder war am
Pfingstmontag 2026 im Pfarrgarten versammelt
um unseren Pastor Thorsten Wiese zu verabschieden.


EE
Unser stellvertretender Probst Peter Schuchardt
nahm die Zeremonie vor.


Wir danken ihm für alles was er an uns Gutes getan hat
und wünschen unserem scheidenden Pastor
und seiner Familie für den weiteren Lebensweg
alles erdenklich Gute und Gottes Segen.
Der Vorstand des Heimatvereins.


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in der Rubrik "PERSÖNLICHES"
 


Eine Replik des "Sturmflutkelches"
ist ab sofort im "Andreas Busch Inselmuseum" zu sehen!

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letzte Änderung: 19.10.2026

 

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