Plattdeutsche Runde

"Plattdüütsch plegen"

Plattdüütsche Runne“

Vör över 35 Johrn vun Ida Thater grünnet, hett de Gruppe de Opgaav, sik för de Pleeg vun’t Plattdüütsche intosetten.
Heet: Bewohren-Opsammeln-Biholn-Wietergeben-Snacken.

As Sparte vun’e Heimatvereen sind wi flietig an’e Gang. Wir sammeln Nordstranner Vertelln un Riemels un geven af un an’n Book rut.
Wi lesen ni’e, ole un klassische plattdüütsche Literatur. Jede Johr in’e November gifft dat unse „Plattdüütsche Namiddag“. Wi engageern uns bi Veranstaltungen op Nordstrand.
Un na de Summerferien geiht dat los mit  „Plattdüütsch för de Lütten“ in’e Odernbüller Kinnergoorn an’e School.
Wi sind stolt dorop, unse feine Spraak, de Deel vun unse Kultur, unse Sülvstverständnis un unse Identität is, wietertodrägen.
To unrecht in’e 60er Johrn slecht maakt, is se vundag na wie vör de Alldagsspraak op Nordstrand un hett ok jüst in’e moderne Tieden weer ehr Steed.
Wi freun uns ümmer to ni’e Deelnehmers! Jedeen is ganz hartli willkomen! Wi dropen uns in de Regel jede eerste Middeweken in’e Maand. Klock 7 de Avend in’e Archivruum in’t Nommensenhuus op Odenbüll.


Kontakt: Sabine Knappe-Gröger; Tel: 04842-900371
 

„Plattdeutsche Runde“

Vor über 35 Jahren von Ida Thater gegründet, hat die Gruppe die Aufgabe, sich für die Pflege des Plattdeutschen einzusetzen.
Das heißt: Bewahren-Sammeln-Beibehalten-Weitergeben-Sprechen.

Wir arbeiten als Sparte unter dem Dach des Heimatvereins. Wir sammeln Nordstrander Geschichten und Gedichte und geben ab und zu ein Buch heraus.
Wir lesen neue, alte und klassische plattdeutsche Literatur. Jedes Jahr im November organisieren wir unseren Plattdeutschen Nachmittag. Wir engagieren uns bei Veranstaltungen auf Nordstrand.
Und nach den Sommerferien starten wir mit unserm neuen Projekt „Plattdeutsch für die Kleinen“ im Odenbüller Kindergarten an der Herrendeichschule.
Wir sind stolz darauf, unsere wunderbare Sprache, die Teil unserer Kultur, unseres Selbstverständnisses und unserer Identität ist, weiter zu tragen.
Sie ist zu unrecht in den 60er Jahren in Verruf geraten. Auf Nordstrand ist sie nach wie vor auch heute noch unsere Alltagssprache und hat auch in unseren modernen Zeiten ihre regionsstiftende Berechtigung. Plattdeutsch ist eben cool!
Wir freuen uns immer über neue Teilnehmer! Seien Sie uns herzlich willkommen! Wir treffen uns in der Regel jeden ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr im Archivraum des Heimatvereins im Nommensenhaus auf der Kirchwarft Odenbüll.


Kontakt: Sabine Knappe-Gröger; 04842-900371

 

Plattdüütsch in’e Kinnergoorn

Bis Ende der 1959ger Jahre haben Kinder in den Regionen, in denen Plattdeutsch Alltagssprache war, auch zu Hause Plattdeutsch gesprochen. In der Schule wurde dann Hochdeutsch unterrichtet. Dies war selbstverständlich und weitgehend unproblematisch.
Das Vorurteil, daß die Kinder und in der Schule durch die Regionalsprache Nachteile haben könnten, stammt aus den 1960ger Jahren. Damals war man der Meinung, daß Kinder möglichst ausschließlich auf Hochdeutsch erzogen werden sollten, damit sie es in der Schule leichter haben. Außerdem wurden die Regionalsprachen mit einem niedrigen sozialen Status verbunden.
Die Folge davon war, daß Eltern die Sprache nicht an ihre Kinder weitergaben. Die Eltern, die heute ihre Kinder in die Kita geben, sind in der Regel nicht mehr selbst aktive Sprecher der Regionalsprache.
Seit den 1990ger Jahren wissen wir, daß kleine Kinder zwischen 3 und 6 Jahren mit der gleichen Mühelosigkeit eine Zweitsprache lernen wie die erste. Daß ihre Gehirnareale besser genutzt werden. Daß sie einen anderen unbeschwerten mühelosen Zugang zu Sprachen entwickeln. Und daß über Sprachen die Beziehung zu anderen Menschen entsteht. Daß das Miteinander-Sprechen der Schlüssel zum Verständnis für den anderen ist. Sprache ist „Zuhause“, ein Ausdruck des Vertrauens, der Zusammengehörigkeit, Integration, Heimat und Wurzel. Bei uns ist das Plattdeutsch doch noch Alltagssprache und Teil der natürlichen Umgebung. Noch im 20. Jahrhundert hielten viele Menschen Platt für ein Bildungshemmnis.
Heute fallen die Bewertungen ganz anders aus. Plattdeutsch gilt als Schlüssel zur regionalen Kultur. Wissenschaftliche Studien belegen, daß frühe Fremdsprachenkenntnisse die geistige Entwicklung der Kinder fördern. Kinder haben kaum Probleme, die beiden Sprachenwelten auseinanderzuhalten. Mit den Eltern hoch-und den Großeltern plattdeutsch zu sprechen, ist für die Kinder ganz selbstverständlich. Deshalb sind vor allen Dingen die Großeltern wichtiger Partner in der Vermittlung der plattdeutschen Sprache. Deshalb unsere Bitte: unterstützen Sie durch aktives Sprechen Ihre Kinder und Enkelkinder und unsere Arbeit „Plattdüütsch för de Lütten“, die wir seit dem Sommer im Odenbüller Kindergarten praktizieren.
Sie gehören noch zu den aktiven Plattschnackern und können die Sprachkompetenz Ihrer Enkelkinder deutlich fördern, wenn Sie konsequent mit ihnen Plattdeutsch sprechen. Und den einstigen Merksatz vergessen: Platt döögt nix un is keen feine Spraak.

 
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letzte Änderung: 11.03.2018

 

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